An der Sherborne School ist Christopher Morcom Alan Turings engster Freund. Morcom stirbt an Rindertuberkulose, als Turing 17 ist. Turing schreibt seiner Mutter, er sei sicher, Christopher irgendwo wiederzusehen.
Christopher Morcom war an der Sherborne School in Dorset einen Jahrgang über Alan Turing. Die beiden wurden 1928 Freunde, als Turing in Morcoms Klasse kam. Ihr Hausvater im Internat hielt später fest, dass die beiden in den naturwissenschaftlichen Laboren Seite an Seite arbeiteten. Der Biograf Andrew Hodges schreibt, dass Turing noch mindestens drei Jahre nach Morcoms Tod darüber nachdachte, wie der Geist mit dem Körper verbunden ist. Hodges fügt hinzu, dass Turing sich fragte, ob der Tod den Geist befreien könnte. Etwa zwei Jahre nach Morcoms Tod wohnte Turing einige Tage bei der Familie Morcom in ihrem Haus bei Bromsgrove und schrieb einen kurzen Essay, „Nature of Spirit“. Darin vertrat er die Ansicht, dass der Geist einen neuen Körper findet, wenn ein Körper stirbt.
- A. Hodges, „Alan Turing: a short biography“ (1995, nach seinem Eintrag im Oxford Dictionary of Scientific Biography)turing.org.uk
- Old Shirburnian Society / Sherborne School Archives, „Christopher Morcom (1911–1930)“oldshirburnian.org.uk
- Old Shirburnian Society, „Alan Turing and the ‘Nature of Spirit’“ (vollständige Transkription, um April 1932)oldshirburnian.org.uk
- King’s College Turing Digital Archive, AMT/C/29turingarchive.kings.cam.ac.uk